Messerschmitt Bf 110 G-4 Werk.Nr: 5599



Am 30.01.1944 gab es einen amerikanischen Großangriff auf die MIAG – Werke in Braunschweig. Die 8. USAAF bot 777 viermotorige Bomber und 635 Begleitjäger auf. Die Deutschen hielten mehrere Einheiten von Jagd- und Zerstörerflugzeugen dagegen. Es gelangen ihnen insgesamt 32 Abschüsse, darunter 26 viermotorige Bomber. Selber verloren sie 58 Flugzeuge als Totalverluste, 49 gefallene Besatzungsmitglieder und 18 Besatzungsmitglieder wurden verwundet. Das Nachtjagdgeschwader 1 verlor bei diesem Tageseinsatz, östlich des Dümmers zwei ihrer Messerschmitt Bf 110: Die Besatzung der Bf 110 G-2, Werknummer: 150122 Leutnant Günther Rühle und Uffz. Walter Läsche fielen ebenso wie die Besatzung der Bf 110 G-4, Werknummer: 5599 Hptm. Ernst Metz, Uffz. Alfred Müller und Uffz. Werner Behrend. Beide Flugzeuge schlugen in feuchten Boden, nur 3000 Meter voneinander entfernt.

Die Bf 110 von Leutnant Rühle schlug am Rande eine Moores auf einer Feuchtwiese auf, wobei auch sein Navigator ums Leben kam. Zu dieser Absturzstelle hatten wir nur einen Augenzeugen, der in den 70er Jahren beobachtet hat, wie eine Gruppe von Leuten dort einen Flugzeugmotor ausgebaggert hat. Der heute noch sichtbare Krater scheint das Baggerloch aus dieser Zeit zu sein.

Fundstellenmelder: Matthias Zeisler

Die Absturzstelle heute...


die ersten gefundenen Teile...


Teile vom Amaturenbrett


Auspuffflansch eines Daimler-Flugzeugmotors


Bruchstück einer Lafette für ein MG 13, ein zerschlagener Trafo und verschiedene, genietete Blechteile


diverse Kleinteile...