Junkers Ju 88 A4



Am 03.01.1944 gab es einen nächtlichen Großangriff auf die Stadt Berlin. Eine zur Abwehr eingesetzte Maschine, war eine Junkers Ju 88 A4, des Kampfgeschwaders 3, mit der Besatzung: Willi Reimer (Pilot), Erich Lisch (Beobachter), August Surmann (Bordfunker) und Heinz Werner (Bordschütze). Sie sollten über der Hauptstadt einen Beleuchtereinsatz für die „Wilde Sau“* fliegen. Der Pilot bekam bei einem Gefecht mit einem alliierten Fernnachtjäger zwei Treffer in den Kopf und der Funker versuchte das Flugzeug notzulanden. Beim Landeanflug streifte er allerdings mehrere Baumkronen und stürzte in einen Acker. Auch die restlichen drei Besatzungsmitglieder kamen bei dem Absturz ums Leben. Das Flugzeug hatte die Werk.Nr.: 2612 und die Kennung: 5K + LT. Die Besatzungsmitglieder wurden in ihren Heimatorten beerdigt.

*Die „Wilde Sau“ war ein Nachtjagdverfahren bei dem die feindlichen Bomber über dem Zielgebiet, mit Scheinwerfern angestrahlt wurden und durch zweimotorige Flugzeuge wurden Leuchtbomben an Fallschirmen abgeworfen. Die so beleuchteten Bomber wurden durch einmotorige Jagdflugzeuge abgeschossen.

Fundstellenmelder: Andreas Stoltenberg

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