B-24 42-52596



Am 08.04.1944 flogen die Amerikaner einen großen Einsatz auf die Flugzeugwerke bei Braunschweig. Weitere Angriffsziele waren verschiedene, norddeutsche Flugplätze. Beteiligt waren 664 viermotorige Bomber. Begleitet wurden diese von 780 Jagdflugzeugen. Die B-24 „Mammy Yokum“ Ser.Nr.: 42-51596 war auf ihrem Rückflug von Braunschweig. Sie war anscheinend aus dem Bomberstrom herausgeschossen worden. Ein Teil der Besatzung war bei diesem Beschuss, deutscher Jagdflugzeuge, getötet worden. Ein deutscher Jäger schoss den Bomber endgültig ab, als der Pilot versuchte, im Tiefflug, die zerschossene Liberator nach Hause zu bringen. Die Maschine machte einem großen Bogen über dem Dümmer. Der Kugelturm-Schütze T.Sgt. Edward L. Whaley half dem Bombenschütze 2.Lt. Philip W. Carroll noch beim aussteigen aus dem abstürzenden Flugzeug, der Co-Pilot 1.Lt. Richard B. Heckler sprang durch den Bombenschacht nach draussen, als letztes sprang wohl der Pilot 2.Lt. Robert E. Bryans ab. Alle vier landen mit dem Fallschirm bei Damme und werden gefangen genommen. Der nun führerlose Bomber schlug mit den sechs toten Besatzungsmitgliedern, nördlich des Dümmers auf einem Acker, direkt neben einem Bauernhof auf. Die Toten: der Tail Turret Gunner S.Sgt. John Bednarski, der Nose Turret Gunner S.Sgt. Walter D. Bossermann, der Top Turret Gunner S.Sgt. Theodore G. Pung, der Funker T.Sgt. Paul W. Brosey, der Navigator 2.Lt. Joseph J. Brunner und der Waist Gunner T.Sgt. John L.. Karat wurden zunächst in Burlage beerdigt.


Quelle:

MACR 3846
Augenzeugen vor Ort
Fundstellenmelder: Matthias Zeisler

die Absturzstelle heute


die ersten gefundenen Teile


ein gefundener Taschenkompass, der Firma "Wittnauer", von einem der Besatzungsmitglieder


Zeugen von der Heftigkeit des Aufpralls: Bruchstücke der vier Pratt & Whitney R-1830-65 Triebwerke

ein Kipphebel, ein zerrissener Ventilsitz und lauter andere Motor-Bruchstücke...


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