eine Abfallgrube der römischen Kaiserzeit

Im April 2002 begann der Bau der Diepholzer Umgehungsstrasse.

Zuerst setzte man Brücken in die Landschaft und anschließend wurde zwischen diesen, auf Straßenbreite, der Mutterboden abgeschoben. Im nun sichtbaren weißen Sand konnte man deutlich 5 – 6 Böden von Rennöfen erkennen. Dazwischen lagen viele grob gemergelte, schwarze Keramikscherben auf der Oberfläche. Der Bagger hatte diese beim Abschieben großzügig verteilt. An einer Stelle war eine deutliche Konzentration dieser Scherben. Auf wenigen Quadratmetern fanden sich auch unterhalb der Oberfläche lauter Scherben. Unter einigen großen Scherben befanden sich teilweise auch noch Zähne von Schweinen und Rindern.

Ein paar Meter neben der Abfallgrube fand sich mit dem Detektor ein römisches Bronze As (Soldatengeld) des Augustus. Geprägt etwa 7 v.Chr.

Doch so schnell sich dieser archäologische Schatz aufgetan hatte, so schnell war er auch wieder verschwunden. Als wir ein paar Tage später, wieder mit einer Digitalkamera bewaffnet, die Fundstelle weiter dokumentieren wollten, war der originale weiße Sand verschwunden und durch einen gelblichen Sand ersetzt worden. Wir konnten nur noch ein paar Verfärbungen am Rand der ausgeschachteten Strasse fotografieren.

Matthias Zeisler

 

und hunderte von Scherben. Allesamt der älteren und mittleren römischen Kaiserzeit. Gefäßscherben des Typs "Uslar II", Scherben von Trichterschalen und von kumpfförmigen Gefäßen mit verdicktem Rand. Nur ein kleiner Teil der Scherben weißt Verzierungen in Form von Ritzlinienmustern und Spatelverzierungen auf